
Ist es aber nicht.
Es ist:

Teil 1:
Ich kann jeden Joghurt-Deckel einreissen ohne dass er unbeschädigt bleibt.
Schon als Kind verfügte ich über diese Fähigkeit. Eines Tages werde ich damit die Welt retten. Ich frage mich, ob es mehr gibt, die so sind wie ich.
Ich bin ja nicht so Blond-fixiert. Eigentlich sogar überhaupt nicht. Aber wie zum Geier soll man sich denn so auf die Nachrichten konzentrieren? Und wird bei Pantene schon der Headhunter wuschig? Judith Rakers könnte dann ja mit Nazan Eckes einen Anchor-Girl Spot drehen.

Obwohl der Seriösitätsanspruch zwischen der PrimeTime Tagesschau und den RTL II News evtl. zu eklatant sein dürfte.
XING bietet ja neuerdings die Möglichkeit Fragen zu stellen. Prinzipiell ja eine Supersache. Man stellt Fragen und hat Millionen potentiell sehr kompetente Antwort-Kandidaten.
Leider sind diese Kandidaten auch potentiell albern und zum Teil einfach nur elende Spammer. Wenn man sich mal eine Seite mit Fragen anschaut, kann das auch so aussehen:
Und damit wird das schon fast wieder unbrauchbar. Zwar kann man filtern, dies aber nur nach Tags. Das sind die Kompetenzen, die man sich im Profil selber verpasst hat und diese sind nunmal sehr speziell, bzw. auch selbst formuliert. Sucht man nach “Foto”, bekommt man nichts mit “Photo” getaggtes.
Da wird noch ein wenig Feintuning nötig sein und das auch ziemlich schnell, denn sonst wird das Feature einfach in der Versenkung verschwinden, denn unübersichtliche Fragengemengelagen sind nie attraktiv für kompetente Antwortgeber. Und diese machen ja erst den Sinn aus auf einer Plattform, die ja im Gegensatz zum Rest auch einen professionellen Anspruch hat.
Und nichts gegen einen Scherz zwischendurch, aber gerade in der Mittagspausenzeit häufen sich die dämlichen Einträge.
Falls Sie sich gerade auf dem Flughafen Hannover befinden und auf jemanden warten, der gerade ankommt.
Es tut mir sehr leid, dass Sie vermutlich durch Kreischen in sehr hoher Tonhöhe und enormer Lautstärke belästigt werden und Ihnen das hier vielleicht in den Augen schmerzt:

Es ist ja auch kaum 150cm breit, man kann noch wegsehen. Das mit dem Kreischen ist wohl nur mit gutem Gehörschutz erträglich…
Wie gesagt, sorry, aber was machen Sie auch ausgerechnet jetzt am Flughafen Hannover.
Achja, in 2 Wochen wiederholt sich das Ganze, denn dann kommt auch die zweite zurück.
Der Wettergott hat es dann doch gut gemeint und zumindest abends war alles super, wenn auch gerade am Samstag unglaublich schweinekalt. Zwar standen wie immer die Bands eher im Hintergrund, viel war auch eher etwas langweilig, aber das Festival ist ja ohnehin eher ein grosses Klassentreffen.
Also dann: Diana, Alex, Michael, Tim, Finn, Sönke, Melina, Anja, Oli, Betty, Sachse, Dr. Jacke, Maik, Nils, Tequila&the Sunrise Gang und der ganze Rest… wir sehen uns im nächsten Jahr – spätestens.

So, jetzt hatte ich auch in dieser Lebenshälfte Fischstäbchen. Muss ja mal gesagt werden.
Mittlerweile hat man sich ja daran gewöhnt, dass jedes Bild erstmal durch Photoshop wandert, bevor es veröffentlicht wird. Das ist ja auch nicht sonderlich schwer, tatsächlich kann sich fast jeder innerhalb weniger Stunden einiges an Beauty-Techniken beibringen, bzw. vieles kann Photoshop ja auch von Haus aus.
Was aber vielleicht nicht ganz so geläufig ist, ist die Tatsache, dass Manipulationen von Photos schon eine sehr lange Geschichte haben. Beispiel gefällig:

Schon Lincoln schien nicht so ganz einverstanden zu sein mit seiner Haltung und da hat man eben mal einen anderen Körper unter den Bart gesetzt. Klar war das damal noch richiges Handwerk, während man heute ein paar Pixel hin- und herschiebt.
Eine Sammlung mit Beispielen durch die Zeit gibt es bei “Photo tampering throughout history“, hier kann man die letzten zweieinhalb Jahrhunderte durchstreifen.
Und bei detouch.org gibt es auch einige schöne Vorher/Nachher Momente.
Es ist ein komplexes Thema. Welche Partei ist denn die Richtige. Da kann man sich entweder auf den Wahl-O-Mat verlassen oder sich selbst eine politische Meinung, bzw. einen politischen Willen bilden.
Als jemand der zumindest in vielen Dingen gerne den Überblick behält und mit relativ klar umrissenen Vorstellungen in das politische Geschehen blickt, bin ich trotzdem kurz vor der Kapitulation. Denn ich finde nur kleinere Übel.
Sehr langer Text voraus, Captain…