Archive for the ‘Stories’ Category

On my way to the stars

Friday, July 17th, 2009

Ha, ich fliege zum Mars. Jedenfalls als Datensatz auf einer Speicherkarte. Aber dafür gibt es ein cooles Zertifikat:

certificate

via MCWinkel – Direktlink zur NASA

Eigentlich könnten wir doch gleich ein Telefonbuch hochschicken für eventuelle Rückruf.

Ausgegraben

Monday, July 13th, 2009

Vor genau 9 Jahren (interessanterweise sogar auf den Tag) begann ich anscheinend mit meinem ersten Blog. Damals war ich arbeitenderweise auf der Expo 2000 in Hannover, der eine oder andere wird sich vielleicht noch erinnern. Und irgendwann habe ich angefangen, einige Begebenheiten aufzuschreiben und in Form einer Webseite zu veröffentlichen. Hauptsächlich diente diese zur Belustigung der Kollegen und deshalb ist vielleicht einiges nur für den Insider verständlich.

Nichtsdestotrotz: Hier habe ich es wieder online gestellt.

Und hier mal ein Vergleich damals und heute. Links der niederländische Pavillon 2000 und rechts 2008

pavillon nl

(bild rechts aus Wikimedia, Lizenz: PD)

Hamburg, Krancity

Thursday, July 9th, 2009

wallcranes

Das kommt von den Ganzen “20% auf alles” Aktionen bei OBI.

Piratenpartei im Gegenwind

Wednesday, July 8th, 2009

In den letzten Tagen gab es ja viel Wirbel um die Piratenpartei und deren umstrittenes Mitglied Bodo Thiesen, der mit – sagen wir mal – unsäglichen Aussagen daherkam.

Was aber viel mehr erschrickt ist die Tatsache, welche Form von Reaktionen die Diskussion hervorruft. Ich zitiere hier mal aus einem Kommentar zum Distanzierungsartikel der Piratenpartei:

Der Paragraph 130(*) macht Pädagogen die Arbeit schwer.
Dieser Paragraph zwingt sie dazu, junge Leute zu indoktrinieren,
anstatt sie aufzuklären, denn dazu müßte es der Jugend erlaubt sein,
kritische Fragen zu stellen, und sich aus verbotenen Quellen zu
unterrichten.

Quelle: http://www.piratenpartei.de/node/810/18699#comment-18699

Und das ist noch nichtmal das Schlimmste. Wenn man sich mal die Kommentare zu Artikeln auf F!XMBR durchliest, kann es einem echt nur noch hochkommen.

Sicher polarisiert das Thema und auch die Artikel sind – wie dort üblich – mit einer deutlich subjektiven Meinung versetzt. Aber verdammte Scheisse nochmal, woher kommt die Ansicht, dass Meinungsfreiheit bedeutet, dass man auch mal den Holocaust in Zweifel ziehen könnte, vielleicht auch nur ein klitzekleines Bisschen.

Das Potential, das die Piratenpartei mitbringt, nämlich endlich digitale Kompetenz in die Politik zu bringen und Menschen wie mich zu repräsentieren, die intelligent mit neuen Medien umgehen und mit den etablierten Parteien mehr und mehr nichts mehr anfangen können, wird völlig verspielt. Noch nichtmal von der Partei selber, denn ich glaube nicht, dass mehr als eine Handvoll Leute dort eine ähnliche Meinung vertreten. Es sind die Kommentatoren, die “Unterstützer” der Piratenpartei, die diese nur noch schwer wählbar macht.

Diese Kommentatoren sind es, die den Ruf der Piratenpartei gefährden. Denn die offene Art, die solche Diskussionen auf Parteienseiten ermöglicht, überrollt die Piraten wie eine Flutwelle. Und dort erweisen sich die Schwachstellen der jungen Partei. Es gibt weder Kontrollen noch eine starke Parteimeinung. Es gibt nur Forentrolle, die Meinungsfreiheit für sich beanspruchen, aber keinerlei sinnvolle Diskussion ermöglichen. Und damit ist man anscheinend extrem überfordert.

Chris schrieb: Mein Gedanke: Das Heiseforum hat sich im realen Leben getroffen und die Piratenpartei gegründet.

Nicht ganz, aber bevor ich eine Partei wie die Piraten wähle, muss sie sich von den völlig unreflektierten und naiv argumentierten Meinungen distanzieren. Dagegen ist die Personalie Thiesen fast schon banal. Schade um das Potential, schade um die Möglichkeiten. Hoffentlich lernen die Piraten und reissen das Ruder nochmal rum.

Weitere Links:
http://www.spreeblick.com/2009/07/07/meinungsfreibeuter/ http://www.spiegelfechter.com/wordpress/572/piraten-in-schwerer-see

* § 130 Volksverhetzung
[...](3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.